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Zür­cher Kammerorchester

In den 1940er-Jah­ren begann sich der Musik­stu­dent Edmond de Stoutz in sei­ner Frei­zeit regel­mäs­sig mit einer Rei­he von Freun­den zu tref­fen, um gemein­sam zu musi­zie­ren. Die Freu­de, ihren krea­ti­ven Idea­len in die­sem Rah­men nach­zu­ge­hen, und die gemein­sa­me Lei­den­schaft für das Kam­mer­mu­si­ka­li­sche ent­fach­te unter ihnen die Lust, ein Kam­mer­or­ches­ter zu grün­den. 1945 kam es so zum ers­ten öffent­li­chen Kon­zert in Zürich.

Rund 80 Jah­re spä­ter zählt das Zür­cher Kam­mer­or­ches­ter zu den füh­ren­den Klang­kör­pern sei­ner Art. Über 50 Jah­re davon war Edmond de Stoutz Trieb­fe­der der Orches­ter­ge­mein­schaft. Als uner­müd­li­cher Idea­list und cha­ris­ma­ti­scher Geist begeis­ter­te er Musi­ker wie Publi­kum und schuf ein gros­ses unter­stüt­zen­des Netz­werk um das Orches­ter her­um. Die Diri­gen­ten Howard Grif­fiths, Muhai Tang und Sir Roger Nor­ring­ton präg­ten nach der Ära de Stoutz den Klang und die musi­ka­li­sche Aus­rich­tung des ZKO nach­hal­tig wei­ter. Seit 2016 ver­zich­tet das Orches­ter mit Dani­el Hope als Music Direc­tor erst­mals über­wie­gend auf einen Diri­gen­ten und folgt dem dyna­mi­schen Prin­zip des «Play & Con­duct», bei dem der Solist das Orches­ter von sei­nem Instru­ment aus leitet.

Das ZKO ist ein Orches­ter mit einer aus­ge­präg­ten Rei­se-DNA. Bereits weni­ge Jah­re nach sei­ner Grün­dung gab das ZKO regel­mäs­sig Kon­zer­te im Aus­land. Ein­la­dun­gen zu inter­na­tio­na­len Fes­ti­vals wie dem Schles­wig-Hol­stein Musik Fes­ti­val, den Fest­spie­len Meck­len­burg-Vor­pom­mern, dem Rhein­gau Musik Fes­ti­val, dem Gstaad Menu­hin Fes­ti­val oder Odes­sa Clas­sics, Gast­spie­le in bedeu­ten­den Musik­zen­tren, Kon­zert­tour­neen durch euro­päi­sche Län­der, Ame­ri­ka, Asi­en und Süd­afri­ka sowie zahl­rei­che, von der Fach­pres­se gefei­er­te Ton­trä­ger bele­gen heu­te das welt­wei­te Renom­mee des Zür­cher Kammerorchesters.

Das Reper­toire des ZKO ist seit den Anfän­gen breit gefä­chert. Es reicht von Barock über Klas­sik und Roman­tik bis hin zur Gegen­wart. Bemer­kens­wert ist zudem die Zusam­men­ar­beit mit Musi­ke­rin­nen und Musi­kern aus ver­wand­ten Gen­res wie Jazz, Volks­mu­sik und Pop. Die Fami­li­en­kon­zer­te, die Ver­mitt­lungs­ar­beit mit Kin­dern und Jugend­li­chen sowie die För­de­rung jun­ger musi­ka­li­scher Talen­te sind dem Zür­cher Kam­mer­or­ches­ter eben­so wich­tig wie die kon­ti­nu­ier­li­che Zusam­men­ar­beit mit welt­weit gefei­er­ten Solis­ten und Solistinnen.