Martina Gedeck gehört zu den international erfolgreichen, gefeierten Schauspielerinnen unserer Zeit.In mehr als 80 Kino- und TV-Produktionen hat sie bisher mitgewirkt, stets mit nachhaltigem Erfolg.Im Oscar-gekrönten Film Das Leben der Anderen gelang ihr mit der sensiblen, innerlich zerrissenen und doch in ihrem schöpferischen Wollen unbeirrbaren Schauspielerin Christa Maria Sieland eine ihrer überzeugendsten Leistungen. In dem Film Die Wand zeichnet sie das verstörende Portrait einer von der Welt abgeschnittenen Frau, die um ihr seelisches Überleben kämpft. Im April 2024 war sie auf der Bühne der Staatsoper Berlin wieder in Beat Furrers Oper Violetter Schnee als ‚weiße Frau’ zu sehen, einem Wesen, das sich im Zwischenraum Leben/Tod aufhält.
Einen besonderen Platz in ihrem künstlerischen Schaffen nimmt das gemeinsame Konzertieren mit Musikern ein: Als erfahrene und ausdrucksstarke Sprecherin Poesie mit Musik zu verbinden, ist die Essenz ihrer Arbeit mit namhaften Ensembles und Solisten. Entstanden ist über die Jahre ein vielfältiges Repertoire unterschiedlichster musikalisch-literarischer Couleur. So zählt zu Martina Gedecks Projekten die Zusammenarbeit mit Harfenist Xavier de Maistre, die Werke Debussys, Liszts, Tárregas, Albéniz’ und Reniés mit Dichtungen von Rilke, Lasker-Schüler, Wilde, Eichendorff und Leconte de Lisle verbindet. Gemeinsam mit dem Schumann Quartett präsentiert sie einen Abend über die Dreiecksbeziehung zwischen Robert Schumann, Clara Schumann und Johannes Brahms. In Georg Bendas Melodram „Medea“ lässt sie die antike Figur mit ihren unlösbaren, hoch emotionalen Konflikten lebendig werden. Sie agiert als alles umrahmende Erzählerin in Mendelssohns „Ein Sommernachtstraum“ und rezitiert in Viktor Ullmanns letztem, im Konzentrationslager Theresienstadt für Orchester skizziertem Werk „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“.

