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Bet­ti­na Boller

Violine / Leitung
Bettina Boller mit einem Kind
Eva Markus

Eigent­lich emp­fin­det Bet­ti­na Bol­ler ihre musi­ka­lisch-mensch­li­che Beschäf­ti­gung mit Kin­dern und Säug­lin­gen als sinn­volls­te Tätig­keit, auch wenn die­se im Ver­bor­ge­nen statt­fin­det und nicht auf den gros­sen Büh­nen die­ser Welt, die sie als Gei­ge­rin durch­aus auch bespielt hat:

Kar­rie­re

Nach ihrem 1981 mit Aus­zeich­nung bestan­de­nen Solis­ten­di­plom in Bern (Ulrich Leh­mann) inkl. Edu­ard Tschu­mi-Preis für das bes­te Solis­ten­di­plom des Jah­res und einem kur­zen Stu­di­en­auf­ent­halt in New York in der Klas­se von Izhak Perl­man und Masao Kawa­sa­ki kon­zer­tiert Bet­ti­na Bol­ler auf der gan­zen Welt. Als Solis­tin, Kam­mer­mu­si­ke­rin und (Gast-) Kon­zert­meis­te­rin diver­ser Ensem­bles ver­hilft sie vie­len Ton­schöp­fun­gen zur Erst­auf­füh­rung und wid­met sich dane­ben v.A. her­aus­ra­gen­den Wer­ken, die zu Unrecht in Ver­ges­sen­heit geraten‑, oder gar nicht erst bekannt gewor­den sind: Schoeck‑, Suter- und Vogel­kon­zert, um nur eini­ge weni­ge zu nen­nen, die sie auch auf­ge­nom­men hat. Ihr Abso­lut Trio ver­gab und ver­gibt in regel­mäs­si­gen Abstän­den Kom­po­si­ti­ons­auf­trä­ge und erhielt dafür 2018 den Werk­jahr­preis der Stadt Zürich.

In ver­schie­de­nen Klein­for­ma­tio­nen ist das inten­si­ve Gei­gen­spiel von Bet­ti­na Bol­ler zudem zu hören:

  • als expe­ri­men­tell impro­vi­sie­ren­de Musi­ke­rin mit elek­tro­nisch ver­stärk­tem Stein (mit Simon Berz),
  • im Duo mit dem Per­kus­sio­nis­ten Jens Ruland, der Har­fe­nis­tin Lind­say Buffington,
  • als Gast­mu­si­ke­rin mit Klez­mer Pau­wau (ost­eu­ro­päi­sche Musik),
  • dem Trio Anderscht (Volks­mu­sik, Klas­sik und Jazz),
  • neu­er­dings auch mit dem Trio Todo Tan­go und wei­te­ren frei­en Formationen.

Sie liebt als Musi­ke­rin den mög­lichst brei­ten Hori­zont, der vor kei­ner Her­aus­for­de­rung zurückschreckt.

Rich­tungs­wech­sel

Zum neu­en Jahr­tau­send beschliesst Bet­ti­na Bol­ler, nicht mehr zu flie­gen, ihren Wir­kungs­ra­di­us also ein­zu­gren­zen. Die gewon­ne­ne Zeit und Frei­heit ermög­licht es ihr, auch Kin­der zu unter­rich­ten, wel­che v.A. regel­mä­ßi­ge Ver­füg­bar­keit brau­chen, die sie bis­her nicht bie­ten konn­te. 2014 nimmt sie eine Anstel­lung an MKZ (Musik­schu­le Kon­ser­va­to­ri­um Zürich) an und: (sie­he oben).

Neun Jah­re fol­gen, in denen sie neben ihren Kon­zer­ten ihre Erfah­rung an Geigenschüler*innen, in Ensem­bles und als Orches­ter­lei­te­rin wei­ter­gibt. Zudem über­nimmt sie eine ver­wais­te ELKI-Klas­se (Eltern-Kind-Sin­gen), beginnt mit 8 Kin­dern und deren Eltern, doch bald schon betreut sie wöchent­lich 70 Kin­der und deren Bezugs­per­so­nen. Nach der Pen­sio­nie­rung 2022 wird sie von einer pri­va­ten Schu­le ange­fragt, wei­ter­hin Elki zu unter­rich­ten, was sie seit­her mit gros­ser Freu­de tut. Eben­so im Ange­bot des Stu­di­os für Musik und Bewe­gung von Dar­ja Tem­pest: Babymusik!

Kin­der­lie­der von Bet­ti­na Boller

Bet­ti­na Bol­ler nennt die Arbeit mit den Aller­kleins­ten: Sie „mit dem Musik­vi­rus imp­fen“. Die Kom­bi­na­ti­on von Gebor­gen­heit, Schön­heit und Ent­de­cker­freu­de kann erfah­ren wer­den und beglückt sowohl die Babys als auch deren Eltern.

Über 300 Kin­der­lie­der sind in den letz­ten zehn Jah­ren ent­stan­den — Ein neu­es „Hob­by“ von Bet­ti­na Bol­ler: Immer, wenn sie zu einem geplan­ten The­ma kein pas­sen­des Lied fin­det, tex­tet und ver­tont sie es sel­ber. Ihr ers­tes — und bis­her ein­zi­ges — Kin­der­buch „en Bsuech bi de Zwerg­li“ erhielt 2019/2020 ein „gol­di­ges Chrön­li“ für emp­foh­le­ne Kinderliteratur.

Baby­kon­zert von Bet­ti­na Boller

Erle­ben Sie Bet­ti­na Bol­ler live beim Klas­sik­fes­ti­val Küs­nacht beim Baby­kon­zert “Klang­rei­se” am 21.09.2025 um 11:00 Uhr. Mehr zur Ver­an­stal­tung fin­den Sie hier.