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Julia Jentsch

Sprecherin
Portrait der Schauspielerin Julia Jentsch
©️Christian Hartmann
Aus­bil­dung

Julia Jentsch zählt zu den mar­kan­tes­ten und wand­lungs­fä­higs­ten Schau­spie­le­rin­nen des deutsch­spra­chi­gen Raums. Ihre Aus­bil­dung absol­vier­te sie an der Hoch­schu­le für Schau­spiel­kunst „Ernst Busch“ in Ber­lin – eine der renom­mier­tes­ten Schau­spiel­schu­len Deutschlands.

Bereits wäh­rend ihrer Stu­di­en­zeit fiel sie durch star­ke Büh­nen­prä­senz und inten­si­ve Rol­len­ge­stal­tung auf. Im Jahr 2006 wur­de sie fes­tes Ensem­ble­mit­glied an den Münch­ner Kam­mer­spie­len, einem der füh­ren­den Thea­ter­häu­ser im deutsch­spra­chi­gen Raum. Dort arbei­te­te sie mit renom­mier­ten Regisseur*innen wie Johan Simons, Andre­as Krie­gen­burg, Moni­ka Gin­ders­dor­fer und Luk Per­ce­val zusam­men. Ihre Arbeit dort präg­te ihren künst­le­ri­schen Aus­druck nachhaltig.

Auch am Schau­spiel­haus Zürich war Julia Jentsch mehr­fach zu erle­ben: 2009 stand sie in der Insze­nie­rung von Geor­ge Ber­nard Shaws Major Bar­ba­ra unter der Regie von Peter Zadek auf der Büh­ne. 2013 über­nahm sie dort eine Haupt­rol­le in Ten­nes­see Wil­liams’ Klas­si­ker Die Kat­ze auf dem hei­ßen Blech­dach, insze­niert von Ste­fan Pucher. Bei­de Pro­duk­tio­nen fan­den gro­ße Beach­tung und unter­stri­chen ihre Viel­sei­tig­keit als Theaterschauspielerin.

Kar­rie­re

Ihren fil­mi­schen Durch­bruch fei­er­te Jentsch 2004 mit Hans Wein­gart­ners Die fet­ten Jah­re sind vor­bei, einem Film, der nicht nur in Deutsch­land Kult­sta­tus erreich­te, son­dern auch inter­na­tio­nal Beach­tung fand. Der end­gül­ti­ge Durch­bruch gelang ihr 2005 mit Sophie Scholl – Die letz­ten Tage, in dem sie die titel­ge­ben­de Wider­stands­kämp­fe­rin aus dem Kreis der „Wei­ßen Rose“ ein­drucks­voll ver­kör­per­te. Für ihre inten­si­ve Dar­stel­lung wur­de sie mit dem Sil­ber­nen Bären auf der Ber­li­na­le, dem Deut­schen Film­preis sowie dem Euro­päi­schen Film­preis aus­ge­zeich­net – eine sel­te­ne Kom­bi­na­ti­on und ein kla­res Zei­chen für ihre inter­na­tio­na­le Strahlkraft.

In den Fol­ge­jah­ren spiel­te sie in zahl­rei­chen inter­na­tio­na­len Pro­duk­tio­nen, etwa in I Ser­ved the King of Eng­land von Jiří Men­zel oder in 33 Sze­nen aus dem Leben der pol­ni­schen Regis­seu­rin Mał­gorza­ta Szu­mows­ka. Dabei über­zeug­te sie stets durch ihre natür­li­che Aus­strah­lung, emo­tio­na­le Tie­fe und prä­zi­se Rollenarbeit.

Auch im Fern­se­hen ist sie regel­mä­ßig in her­aus­ra­gen­den Pro­duk­tio­nen zu sehen. 2016 über­nahm sie die Haupt­rol­le in der viel gelob­ten ARD-Mini­se­rie Das Ver­schwin­den, die 2018 mit dem Deut­schen Fern­seh­preis aus­ge­zeich­net wur­de. Von 2018 bis 2022 stand sie für die preis­ge­krön­te Sky-Serie Der Pass vor der Kame­ra, in der sie eine kom­ple­xe Ermitt­le­rin ver­kör­per­te. Par­al­lel dazu war sie von 2019 bis 2021 in der TV-Kri­mi­rei­he Ost­fries­land­kri­mis in tra­gen­den Rol­len zu sehen.

Auch im Kino blieb sie prä­sent. In Anne Zohra Ber­ra­cheds Dra­ma 24 Wochen, das 2017 auf der Ber­li­na­le Welt­pre­mie­re fei­er­te, spiel­te sie eine Mut­ter in einer emo­tio­nal extrem her­aus­for­dern­den Situa­ti­on. Wei­te­re wich­ti­ge Film­rol­len über­nahm sie in Lin­den­berg! Mach dein Ding! (Regie: Her­mi­ne Hunt­ge­burth), Waren ein­mal Revo­luz­zer von Johan­na Moder, Mon­te Veri­tà – Der Rausch der Frei­heit von Ste­fan Jäger und 8 Tage im August von Samu­el Perriard.

Zuletzt stand Julia Jentsch für Elec­tric Fields unter der Regie von Lisa Gertsch vor der Kame­ra. Im Jahr 2024 dreh­te sie erneut mit Nico­las Ofc­za­rek für die Ama­zon-Prime-Serie Drun­ter & Drü­ber, in der sie ein­mal mehr ihre außer­ge­wöhn­li­che Prä­senz und Viel­schich­tig­keit unter Beweis stellte. 

Julia Jentsch live erleben

Julia Jentsch und Joel Basman

Erle­ben Sie Julia Jentsch live im Künst­ler­ge­spräch am 20. Sep­tem­ber 2025 ab 18:00 sowie in der dar­auf fol­gen­den Vor­stel­lung zu «Fan­ny und Felix Men­dels­sohn: Zwei Leben — eine Lei­den­schaft» ab 19:00 Uhr. Mehr zur Ver­an­stal­tung fin­den Sie hier.