Tickets

Newsletter

Ant­je Weithaas

Violine
© Giorgia Bertazzi

Die gefor­der­te Viel­stim­mig­keit in Bachs Sona­ten rea­li­siert Ant­je Weit­haas mit Klar­heit und vor allem hin­rei­ßend leich­ter Ele­ganz: Man spürt als Hörer buchstäblich nichts von den tech­ni­schen Hürden, alles ist Glanz. Spie­gel Online

Ener­gie­ge­la­den durch­dringt Ant­je Weit­haas mit ihrer zwin­gen­den musi­ka­li­schen Intel­li­genz und ihrer bei­spiel­lo­sen tech­ni­schen Souveränität jedes Detail im Noten­text. Ihr Cha­ris­ma und ihre Bühnenpräsenz fes­seln, ohne sich je vor das Werk zu drängen. Neben den gro­ßen Kon­zer­ten Mozarts, Beet­ho­vens und Schu­manns und neu­en Wer­ken wie Jörg Wid­manns Vio­lin­kon­zert beinhal­tet ihr weitgefächertes Kon­zert­re­per­toire auch Klas­si­ker der Moder­ne wie Schosta­ko­witsch, Pro­kof­jew und Gubai­du­li­na sowie sel­ten gespiel­te Vio­lin­kon­zer­te wie die von Hart­mann und Schoeck.

Als Solis­tin hat Ant­je Weit­haas bereits mit Klangkörpern wie dem Deut­schen Sym­pho­nie-Orches­ter Ber­lin, den Bam­ber­ger Sym­pho­ni­kern, den gro­ßen deut­schen Radio-Orches­tern sowie inter­na­tio­na­len Spit­zen­or­ches­tern wie Los Ange­les Phil­har­mo­nic, San Fran­cis­co Sym­pho­ny, Phil­har­mo­nia Orches­tra, BBC Sym­pho­ny und den führenden Orches­tern der Nie­der­lan­de, Skan­di­na­vi­ens und Asi­ens gear­bei­tet. Zu ihren Part­nern am Diri­gen­ten­pult zählten dabei Künstler wie Vla­di­mir Ash­ken­azy, Dmi­trij Kita­jen­ko, Sir Nevil­le Mar­ri­ner, Marc Albrecht, Yakov Kreiz­berg, Saka­ri Ora­mo und Car­los Kalmar.

Den Auf­takt zu Ant­je Weit­haas‘ Spiel­zeit 2021/22 bil­den Kon­zer­te bei der Schu­ber­tia­de und beim Schles­wig-Hol­stein Musik Fes­ti­val. Im Duo kon­zer­tiert sie wei­ter­hin mit dem Cem­ba­lis­ten Mahan Esfa­ha­ni; gemein­sam wer­den sie bei den Schwet­zin­ger SWR Fest­spie­len und beim Hei­del­ber­ger Frühling zu hören sein. Im Trio mit Marie-Eli­sa­beth Hecker und Mar­tin Helm­chen ist sie in Ita­li­en sowie in Cel­le, Bens­heim und Buda­pest zu erle­ben. Wei­te­re High­lights sind Kon­zer­te mit der Meck­len­bur­gi­schen Staats­ka­pel­le Schwe­rin, dem Orches­ter des Staats­thea­ters Cott­bus, der Jena­er Phil­har­mo­nie, der Staats­phil­har­mo­nie Nürnberg, dem Swe­dish Cham­ber Orches­tra, der Ams­ter­dam Sin­fo­ni­et­ta, dem Ensem­ble Reso­nanz, der Kam­mer­aka­de­mie Pots­dam sowie mit Mit­glie­dern der Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker in einem Son­der­kon­zert im März 22. Wei­ter­hin ist sie artis­te asso­cié des Orches­t­re de Chambre de Paris.

Ihre anste­cken­de Begeisterungsfähigkeit macht Ant­je Weit­haas auch zu einer gefrag­ten Lei­te­rin bei play-con­duct-Pro­jek­ten inter­na­tio­na­ler Kam­mer­or­ches­ter. Als künstlerische Lei­te­rin der Came­ra­ta Bern war sie fast zehn Jah­re für das musi­ka­li­sche Pro­fil des Ensem­bles ver­ant­wort­lich, mit dem sie wei­ter­hin regelmäßig zusam­men­ar­bei­tet. Vom Pult der Kon­zert­meis­te­rin aus lei­te­te sie sogar groß­for­ma­ti­ge Wer­ke wie die Sin­fo­nien Beet­ho­vens und veröffentlichte Auf­nah­men von Wer­ken Tschai­kow­skys, Brahms‘, Men­dels­sohns und Beethovens.

2013 leg­te Ant­je Weit­haas mit ihrer Ein­spie­lung der Vio­lin­kon­zer­te von Beet­ho­ven und Berg mit dem Sta­van­ger Sym­pho­ny Orches­tra unter Ste­ven Sloa­ne (CAvi-music) eine Refe­renz­auf­nah­me vor. Die beim Label Har­mo­nia Mun­di erschie­ne­nen hoch­ge­lob­ten Auf­nah­men des Arcan­to Quar­tetts mit Dani­el Sepec, Tabea Zim­mer­mann und Jean-Gui­hen Quey­ras umfas­sen Wer­ke von Bartók, Brahms, Ravel, Dutil­leux, Debus­sy, Schu­bert und Mozart. 2016 kam Ant­je Weit­haas‘ Gesamt­ein­spie­lung von Max Bruchs Wer­ken für Vio­li­ne und Orches­ter mit der NDR Radio­phil­har­mo­nie unter Her­mann Bäumer für cpo her­aus. Begeis­ter­te Reak­tio­nen gab es auch auf die Gesamt­ein­spie­lung der Solo­so­na­ten und ‑par­ti­ten von Johann Sebas­ti­an Bach und der Solo­so­na­ten von Eugène Ysaÿe sowie Tschai­kow­skys Vio­lin­kon­zert und sei­nem 3. Streich­quar­tett in einer Orches­ter­fas­sung mit der Came­ra­ta Bern (CAvi). 2019 wur­den zwei CDs veröffentlicht: eine Ein­spie­lung des Vio­lin­kon­zerts von Robert Schu­mann und des Dop­pel­kon­zerts von Johan­nes Brahms mit der NDR Radio­phil­har­mo­nie, dem Cel­lis­ten Maxi­mi­li­an Hor­nung und dem Diri­gen­ten Andrew Man­ze, die jüngst mit dem „Con­cer­to“ Award des BBC Music Maga­zi­ne aus­ge­zeich­net wur­de sowie eine Auf­nah­me des Vio­lin­kon­zerts und der Kon­zert-Rhap­so­die von Khacha­tu­ri­an mit dem Staats­or­ches­ter Rhei­ni­sche Phil­har­mo­nie und dem Diri­gen­ten Dani­el Raiskin.

Mit vier­ein­halb Jah­ren begann Ant­je Weit­haas mit dem Gei­gen­spiel. Sie stu­dier­te später an der Hoch­schu­le für Musik Hanns Eis­ler in Ber­lin bei Pro­fes­sor Wer­ner Scholz. 1987 gewann sie den Kreis­ler-Wett­be­werb in Graz, 1988 den Bach- Wett­be­werb in Leip­zig und 1991 den Inter­na­tio­na­len Joseph-Joa­chim-Vio­lin-Wett­be­werb in Han­no­ver, des­sen künstlerische Lei­tung sie vor kur­zem gemein­sam mit Oli­ver Wil­le übernommen hat. Eini­ge Jah­re lehr­te sie als Pro­fes­so­rin an der Ber­li­ner Universität der Künste; 2004 wech­sel­te sie an die Hoch­schu­le für Musik Hanns Eis­ler. Seit­dem ist sie zu einer Violinpädagogin von Welt­rang gewor­den. Ant­je Weit­haas spielt ein Instru­ment von Peter Grei­ner aus dem Jahr 2001.